Alexander Graf Lambsdorff war – wieder einmal – zu Besuch: Im wohlgefühlten historischen Ratssaal machte er seinem Ruf als kompetenter Kenner der Weltpolitik alle Ehre. Der langjährige Vizepräsident des Europa-Parlaments erläuterte, warum ein Exit vom Brexit nicht so einfach wäre, wie man sich das wünschen mag – selbst nicht bei „grünem Licht“ durch die EU. Ausführlich nahm er Stellung zu den Möglichkeiten und Bedingungen einer gemeinsamen europäischen Verteidigungspolitik – und er führte aus, wo es aus liberaler Sicht mehr, wo weniger „Europa“ geben sollte. Er lobte dabei ausführlich das Engagement unserer Europakandidatin Annina Frangenberg, die zu Beginn anschaulich gemacht hatte, was ihre persönliche Motivation für ihre Kandidatur ist: Nämlich die Befürchtung, für ihre eigene junge Generation könne ein vereintes Europa schon ZU selbstverständlich geworden sein.

Wie immer ließ Graf Lambsdorff viel Raum für Fragen: Der außen- und sicherheitspolitische Sprecher unserer Bundestagsfraktion beschrieb dabei das Dilemma unserer Beziehung zu Saudi-Arabien: Nicht nur in diesem Zusammenhang müsse das Existenzrecht Israels für Deutschland oberste Leitlinie sein. Die zunehmende Expansion Chinas fasste er in ähnlich nachdenkliche Worten wie die fragile Situation in der Ukraine und die neuen Herausforderungen für Europa in Zeiten von Donald Trump.

Das Erfreulichste an diesem Abend: Sein Versprechen, bald wiederzukommen!

Unsere Ortsvorsitzende Anita Rick-Blunck stellt unsere Europa-Kandidatin Annina Frangenberg vor